Genitale Selbstbestimmung – (K)ein Thema für die Jungen*arbeit?!?

ONLINE-FACHGESPRÄCH am 02.12.2021 von 10.00 bis 12.30 Uhr

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen*- und Männer*arbeit Bayern e. V., der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit Baden-Württemberg e. V. und Projekt 100% MENSCH richtet MOGiS e. V. - Eine Stimme für Betroffene am 2. Dezember ein Online-Fachgespräch aus.

Hier der Flyer zur Veranstaltung

Mit Vorträgen von:

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Maximilian Stehr: Chefarzt der Kinderurologie und Kinderchirurgie an der Cnopfschen Kinderklinik in Nürnberg; Leiter der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) und Projektleiter der aktuellen Leitlinie „Phimose und Paraphimose“
Victor Schiering: Vorsitzender von MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene, einem Verein von Betroffenen von Eingriffen in die sexuelle Selbstbestimmung im Kindes- und Jugendalter
Holger Edmaier: Geschäftsführer der queeren Menschenrechtsorganisation Projekt 100% MENSCH. Das Projekt erstellt Bildungs- und Aufklärungsmaterial und führt Sichtbarkeitsveranstaltungen durch. www.100mensch.de

Geschlossene Online-Veranstaltung nach Anmeldung (Zoom)
fortbildung@lag-jungenarbeit.de

Die Anatomie und Funktionen der männlichen* Vorhaut und deren Entfernung („Beschneidung“) sind in der hiesigen Gesellschaft tabuisiert und verdeckte Realitäten, mit der sich Menschen – wenn überhaupt – eher defensiv oder bagatellisierend beschäftigen. Dass eine Verletzung des männlichen* Genitals ohne zwingende medizinische Indikation oft schwerwiegende körperliche und seelische Folgen hat und darüber hinaus eine Menschenrechtsverletzung darstellt, ist kaum bekannt.

Insbesondere für Fachkräfte sozialer Arbeit und hier speziell für Fachkräfte in der geschlechtersensiblen Arbeit mit Jungen* und Männern* ist daher die Auseinandersetzung mit männlicher* Beschneidung und dem Recht auf genitale Selbstbestimmung geboten und zeitgemäß. Die Einführungsveranstaltung wird grundlegendes Wissen vermitteln und sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive, als auch aus der Erfahrung Betroffener heraus Anregungen für die Erarbeitung einer fachlich fundierten Haltung geben. Neben inhaltlichen Impulsen wird auch Raum für Austausch und das Einbringen eigener Fragestellungen bleiben.