Treffpunkt Internet

Teilnahme an Social Networks als ein Baustein zum Kinderschutz


von Gabriele Gawlich

Im Rahmen der internationale Fachtagung „Zerstörerische Vorgänge“ in Bielefeld, die vom 26.01. bis 28.01.2011 stattfand, und an der auch ich teilnahm, berichtete Prof. Dr. Jonathan  Bradshaw (York) über seine europaweite Studie an Kindern im Alter von 10 – 14 Jahren. Es wurde das subjektive Wohlbefinden dieser Kids untersucht.


Als zusammengefasstes Ergebnis wurde festgestellt, dass diese sich insgesamt subjektiv wohl fühlen (Deutschland liegt da etwa im  Mittelfeld). Bei Jungen ist das Wohlfühlgefühl generell höher als bei  Mädchen, die jüngeren Kinder fühlen sich wohler als die älteren.

Das  Wohlfühlgefühl wird kaum von äußeren Faktoren, wie sozialer Stand der Eltern oder deren Arbeitslosigkeit beeinflusst. Der einzige nennenswerte Einfluss geht vom Faktor Mobbing unter Gleichaltrigen aus.

Aber: Mädchen, die Social Networks nutzen, erhöhen ihr Level des Wohlfühlgefühls und können ihn an den der Jungen angleichen.

Das bedeutet demnach, wenn wir unsere Töchter, unsere Schwestern, unsere Schülerinnen usw. über die Gefahren des Internets aufklären und ihnen dann die Möglichkeiten schaffen, Social Networks zu nutzen, werden sie sich wohler fühlen als wenn sie es nicht tun.

Und ein Mädchen, das sich wohl fühlt und dadurch ein gutes Selbstwertgefühl entwickelt, ist nicht so anfällig für „Verführer“ aller Art - es braucht ja nicht beweisen, dass es wertvoll ist. Also ist Teilnahme an Social Networks ein Baustein für eine  funktionierende Prävention.